Effiziente Budgetplanung Leicht Gemacht Mit Der Regel 50-15-35

In der heutigen Zeit, in der wir alle unsere Fixkosten sowie laufenden Ausgaben immer mehr werden, kann es oftmals passieren, dass das Geld nicht mehr bis zum Monatsende ausreicht. Vor allem in der momentanen Phase der immer stärker werdenden Inflation, die nicht zuletzt auch durch den jüngsten Krieg in Osteuropa angetrieben wird, ist es wichtiger denn je, jeden Cent dreimal umzudrehen.

Doch wie genau stellt man dies an? Indem man seine fixen und laufenden Ausgaben mit den Einnahmen gegenüberstellt und genau abwiegt, welche Ausgaben wirklich wichtig sind und welche man reduzieren bzw. sogar komplett streichen kann. Mit anderen Worten, man plant sein Budget. Und in diesem Artikel stellen wir Ihnen eine neuartige Technik der Budgetierung vor, mit der Sie spürbar und dauerhaft im Plus sein werden.

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  • Warum jeder Menschen sein Budget planen sollte
  • Worum es sich genau bei der 50-15-35-Regel handelt
  • Wie man sie in der Theorie anwendet und was man dabei beachten sollte
  • Wie genau diese Regel Ihre persönlichen Finanzen verbessert
  • Was ist der Sinn hinter einer effizienten Budgetplanung?
  • Wie die 50-15-35-Regel in der Praxis am besten angewendet wird
  • Wie man eventuelle Fehler in der 50-15-35-Budgetplanung ausmacht und beseitigt
  • Unser Fazit
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Quelle: Geotab.com

Warum ist es so wichtig und empfehlenswert, sein Budget effizient zu planen?

Die Verwaltung des persönlichen Budgets kann für viele Menschen ein Problem darstellen. Die Gründe dafür sind unter anderem, dass sie nicht wissen, wie viel sie für die einzelnen Budgetkategorien ausgeben sollen, wie viel sie für Lifestyle-Aktivitäten ausgeben sollen und wie viel sie für eine finanzielle Reserve oder die Rückzahlung von Schulden zurücklegen sollen.

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Quelle: Elterngeld.de

Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, gibt es eine sehr einfache Methode, die Ihr persönliches Budget ein für alle Mal verändern wird. Dies ist die so genannte 50-15-35-Regel. Bei dieser Regel werden, wie die Bezeichnung vielleicht vermuten lässt, 50, 15 sowie 35% des Nettoeinkommens auf wichtige sowie eher unwichtige Ausgaben verteilt, damit am Monatsende genug Geld übrig bleibt, während alle fixen sowie laufenden Kosten gedeckt sind.

Das Wichtigste ist, dass Sie verstehen, wie es funktioniert und wie es Ihnen helfen kann, Ihren Rückstand aufzuholen, ganz zu schweigen davon, wie Sie Ihre finanziellen Angelegenheiten wirksam in Ordnung bringen können. Im nachfolgenden Abschnitt gehen wir im Detail auf diese neuartige Form der Budgetplanung ein und erklären Ihnen, wie viel Prozent auf welche Ausgaben entfallen.

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Was ist die 50-15-35-Regel?

Wie bereits oben beschrieben, funktioniert die Regel 50-15-35 nach einem ganz einfachen und leicht verständlichen Prinzip der Einteilung des Nettoeinkommens. Allerdings müssen dennoch einige Nuancen hierbei berücksichtigt werden, damit Sie auch wirklich effektiv Geld sparen und alle Ihre Ausgaben Monat für Monat im Auge behalten.

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Quelle: Nextbank.ch

Für den Anfang teilen Sie einfach Ihr Netto-Einkommen in drei große Kategorien ein und berechnen jeden Teil Ihrer Ausgaben; 50% für Grundkosten, 15% für finanzielle Prioritäten und 35% für Ausgaben für alles andere. Die Trennung und Festlegung von Zielen erleichtert Ihnen, die Kontrolle über Ihre Ausgaben zu behalten und hilft dabei, die Kategorien zu ermitteln, die Ihr persönliches Budget am meisten belasten.

Ganz wichtig bei der Aufteilung ist, möglichst emotionslos voranzugehen und sich nicht von seinen Gefühlen leiten zu lassen, sondern von einfacher Logik und dem Hausverstand. Überlegen Sie sich gut, welche Bereiche in Ihrem Leben besonders viel Geld benötigen (Fixkosten wie Miete, Strom, Heizung, Kreditkarte, Handyrechnung, Tank- bzw. Fahrtengeld), und welche eher weniger wichtig sind.

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Welche Ausgaben werden in welche Kategorien eingeteilt?

Die 50-15-35-Regel besagt, dass 50% des Netto-Einkommens für die grundlegenden Ausgaben (Fixkosten) aufgewendet werden sollten. Zu diesen Kosten gehören Kategorien wie Verkehr bzw. Transportkosten, Lebensmittel, Wohnung, Gesundheitswesen, Märkte und Bildung, also alles Dinge, auf die Sie im täglichen Leben angewiesen sind. Und 15% gehen an finanzielle Prioritäten, die nicht zu den Fixkosten gehören.

Nachdem Sie 50% für die Deckung Ihrer Fixkosten aufgewendet haben, müssen Sie 15% des Netto-Einkommens für finanzielle Prioritäten aufwenden. Wenn Sie Schulden haben, verwenden Sie diesen Betrag, um sie zu tilgen. Diejenigen, die über finanzielle Mittel verfügen, sollten diesen Teil nutzen, um Geld zu sparen (einen Notfallfonds einrichten, einen privaten Rentenplan aufbauen, langfristige Investitionen tätigen).

Finanzielle Prioritäten sind wichtige finanzielle Ziele für die Aufrechterhaltung eines angemessenen Lebensstandards in der Zukunft. Überlegen Sie daher, was Ihnen wichtig ist, um zu entscheiden, wie Sie diesen Teil investieren. Denken Sie daran, dass verschuldete Personen möglicherweise mindestens 15% ihres Nettoeinkommens über einen bestimmten Zeitraum ausgeben müssen, um ihre finanzielle Situation auszugleichen.

Ausgaben für Freizeit und Hobbys - 35% des Budgets

Zu guter Letzt haben wir die Ausgaben für den sogenannten persönlichen Lebensstil, der Dinge wie Hobbys, Sport oder Training, Freizeit, Unterhaltung, Shopping und Ähnliches umfasst. Dazu gehören auch Besuche in einem Schönheitssalon, in Bars und Restaurants, Reisen, Kurse im Fitnessstudio sowie der Kauf von Körperpflege- und Schönheitsartikeln wie Make-Up.

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Quelle: investorplace.com

Für das tägliche Leben sollten Sie daher 35% Ihres Nettoeinkommens für die oben genannten Kategorien aufwenden. Damit diese Regel funktioniert, muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Ausgaben für den Lebensstil immer mit einer niedrigeren Priorität als die Grundausgaben organisiert werden sollten!

Wenn Ihr Ziel beispielsweise darin besteht, etwas mehr Geld zu sparen, um ein anderes Ziel zu erreichen, z. B. den Erwerb einer Immobilie oder einen Master-Abschluss in Betriebswirtschaft (oder eine andere Ausbildung, die Geld kostet), haben die Kategorien, die mit dem Lebensstil zusammenhängen, vielleicht das größte Potenzial für Einsparungen, aber gleichzeitig ändert sich ihre Priorität gemäß der Grundregel nicht.

So wird Ihnen die Regel 50-15-35 helfen, Ihr persönliches Budget zu verändern

Die Regel 50-15-35 hilft Ihnen, sich konkrete Ziele für wichtige und eher unwichtige Ausgaben zu setzen, was für all jene wichtig ist, die ihr finanzielles Leben organisieren wollen. Wenn Sie es auf Ihr persönliches Budget anwenden, werden Sie auf einen Blick feststellen können, welche großen Ausgabe-Kategorien Sie haben und wie viel Sie für jede davon tatsächlich ausgeben.

Außerdem ist es einfacher, mit Hilfe der Regel herauszufinden, welche Prioritäten in Ihrem Budget berücksichtigt werden sollten und welche Ausgaben noch ausgewiesen werden können. Die Verfolgung der Ausgaben scheint viel einfacher zu sein, wenn man sein verfügbares Geld genau eingeplant hat und wofür man wieviel Euro bereitstellen möchte bzw. muss.

Wenn Sie 35 % für einen "Lebensstil" oder etwas, ohne das Sie sich Ihre Existenz nicht vorstellen können, bereitstellen, beseitigen Sie die Hauptfeinde der finanziellen Gesundheit wie beispielsweise impulsive Käufe und unnötige Ausgaben. Wenn Sie einen Teil Ihres Nettoeinkommens für finanzielle Prioritäten beiseite legen, ist auch sichergestellt, dass Schulden getilgt werden und Sparen zur Gewohnheit wird. 

Wie wird der Artikel 50-15-35 in der Praxis angewendet? 

Um mit der Anwendung der 50-15-35-Regel zu beginnen, müssen Sie als Erstes Ihre Konten organisieren und sie in drei große Kategorien einteilen, wie in der Regel dargestellt. Indem Sie alle Ihre Nettoeinnahmen und -ausgaben auflisten, können Sie analysieren, wie viel Sie in den einzelnen Bereichen ausgeben, und entsprechende Anpassungen vornehmen, um den vorgegebenen Rahmen einzuhalten.

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Quelle: Finanz-Heldinnen.de

Sobald Sie alle Ausgaben aufgelistet haben, müssen Sie möglicherweise einige Anpassungen vornehmen, um die Regel einzuhalten. Wenn Sie Ihre Ausgabe-Ziele in irgendeiner Kategorie überschritten haben, kürzen Sie so viel wie möglich. Es ist immer einfacher, damit zu beginnen, Ausgaben für Ihren Lebensstil wie Freizeit, Körperpflege und den Kauf teurerer Güter zu reduzieren.

Überlegen Sie auch, wie Sie einige wichtige Ausgaben wie Strom- und Telefonrechnungen senken können, indem Sie Ihre Gewohnheiten zu Hause ändern.  Nach der Planung Ihres persönlichen Budgets ist es wichtig zu überprüfen, ob Sie Ihr Ziel erreicht haben, und gegebenenfalls Ihre eigenen Finanzströme anzupassen.

Sie konnten Ihre Spar- und Budgetierungsziele nicht ordentlich erreichen?

Wenn aus irgendeinem Grund das gewünschte Ergebnis zunächst nicht erreicht wird, lassen Sie sich nicht entmutigen, sondern versuchen Sie, Ihre Ausgaben erneut zu analysieren. Es kann sein, dass Sie irgendwo einen Fehler gemacht haben oder durch Unterschlagung irregeführt wurden. In jedem Fall kann man immer eine akzeptable Lösung finden, die für ein optimales Budget sorgt.

Meistens liegt der Fehler darin, dass man sich nicht ausreichend darüber Gedanken gemacht hat, in welchem Bereich tatsächlich Einsparungen gemacht werden können. Wir sind nun mal alle Menschen, und es kann oftmals schwierig sein, an Enden zu sparen, die einem vielleicht sehr wichtig erscheinen, aber sich im Nachhinein als wahre Geldfresser entpuppen.

Daher wird es oft nicht möglich sein, den Fehler beim ersten Mal zu erkennen. Überprüfen Sie daher noch einmal, wie Sie Ihr verfügbares Budget organisieren müssen, damit die Regel funktioniert. Und es funktioniert wirklich sehr gut und effektiv. Und das ist mit vielen Beispielen belegt. Nicht umsonst sind viele Leute begeistert von dieser einzigartigen Technik des Budgetplanens.

Fazit

Wenn Sie Google öffnen und konkret nach Begriffen wie “budgetieren” oder “Geld sparen” suchen, dann erscheinen Ihnen Millionen von Suchergebnissen. Da ist es natürlich schwer, herauszufinden, welche Methode des Budgetierens bzw. Sparens die Beste ist. Die Wahrheit ist, es gibt keine “goldene Methode”, mit der Sie nach ein paar Monaten extrem viel Geld sparen. Alle Methoden haben ihre besonderen Vorteile und Benefits, die je nach persönlicher Situation besser oder eher weniger gut Wirkung zeigen. Wir finden allerdings, dass die Regel 50-15-35 als eher neuwertiges und vor allem effektives Konzept des Geldsparens  durchaus Potential hat, das persönliche Budget von vielen Leuten entscheidend zu verbessern. Probieren Sie es daher einfach aus!

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